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Spaltbarkeit

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Spaltbarkeit

Die Spaltbarkeit beschreibt die bevorzugte Richtung oder Form in der ein Mineral, unter mechanischem Stress bricht. Das Mineral kann ebene, glatte Spaltflächen zeigen oder in regelmäßige, geometrische Körper zerfallen. So zerfällt Galenit in kleine Würfel oder Calcit in rhomboedrische Bruchstücke. In der Beschreibung des Minerals steht dann "sehr vollkommen" oder "sehr perfekt" nach {100}, dem Würfel oder nach {1011}, dem Rhomboeder. Die Spaltbarkeit kann verschiedene Grade von "sehr vollkommen" bzw. "Perfekt" über "gut",  "kaum erkennbar" bis "nicht erkennbar" aufweisen. Einige Minerale sind überhaupt nicht spaltbar. Ob es sich bei einer Fläche eines Minerals um eine Kristall- oder eine Spaltfläche handelt lässt sich oftmals anhand des Glanzes oder durch bestimmte kristallographische Auffälligkeiten (z.B. Flächenstreifung) erkennen.

Wichtig für die Bestimmung ist oft auch der Spaltwinkel, also in welchem Winkel sich die Spaltflächen auf der Fläche eines Minerals schneiden. So haben Pyroxene einen Spaltwinkel von ca. 90° und unterscheiden sich dadurch von den sehr ähnlichen Amphibolen die einen Spaltwinkel von 120° aufweisen (siehe Bild). 

Abbildung 3: Bild eines Amphibol-Mineralkorns unter dem Polarisationsmikroskop.
Eindeutig zu sehen sind die Spaltflächen, die in einem Winkel von 120° zueinander stehen

 

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