Lage: Nahe der Stadt Mapimí im gleichnamigen Municipio, im Bundesstaat Durango, Nord-Mexiko. Sie liegt an den Hängen der Sierra de Mapimí.
Eröffnungsjahr: 1598 durch spanische Konquistadoren entdeckt und im selben Jahr gegründet.
Unternehmen: Ursprünglich im Besitz wechselnder Kolonialherren, erwarb Ende des 19. Jahrhunderts (1891) die Compañía Minera de Peñoles das Areal und modernisierte den Abbau grundlegend.
Lagerstätten-Typ: : Eine klassische Karbonat-Verdrängungslagerstätte (CRD) mit tiefen, intensiv oxidierten Zonen.
Regionale Geologie: Hydrothermale polymetallische Erzlösungen stiegen durch kreidezeitliche Kalksteine auf. Durch extreme Oberflächenverwitterung (Oxidation) über Jahrhunderte hinweg bildete sich eine der artenreichsten Sekundärminerallagerstätten der Erde.
Erzarten: Primär wurden gigantische Mengen an Silber, Gold, Blei und Zink gefördert (Hauptminerale: Arsenopyrit, Pyrit, Sphalerit, Galenit).
Schließung/Wiedereröffnung: Der industrielle Großbetrieb endete 1932, nachdem die unteren Sohlen (unterhalb von ca. 700 Metern) unkontrollierbar überflutet wurden und die Erze erschöpft waren. Sie wurde danach an lokale Bergmanns-Kooperativen verpachtet.
Berühmte Fundjahre: Im Jahr 1946 war die Entdeckung der legendären großen Adamin-Grotte durch Dan Mayers und Francis Wise, die einen weltweiten Sammlerboom auslöste. Aber auch im späten 20. Jahrhundert / 1990er gab es regelmäßige spektakuläre Funde von intensiv gelben Legranditen, Austiniten und Wulfeniten
Fundmöglichkeiten (heute): Kommerzieller Erzabbau findet nicht mehr statt. Einheimische Kleinbergleute (Gambusinos) graben jedoch in den oberen, trockenen Gängen der Mine weiterhin sporadisch nach Mineralienstufen für den Sammlermarkt. Zudem ist die Mine heute eine bekannte Touristenattraktion, bei der man die historische Hängebrücke (Puente de Ojuela) und Teile der alten Stollen besichtigen kann,

Miryam Zarzar from Mexico, Ojuela Bridge, CC BY 2.0